Gastspiel THAG - Theater Atelier Stuttgart

Don Quijote und
Sancho Panza
zwei ungleiche Freunde

Naive Tragikomödie nach Cervantes
für Erwachsene, die jung (geblieben) sind.


Es war einmal ein PHANTAST, der kämpfte für eine bessere Welt. Er bestrafte die Schuldigen und half den Unglücklichen, und auf solche Streiter warten wir heute wieder.



Berauscht von den Rittergeschichten und Liebesromanen, die er tagein tagaus verschlingt, fasst ein nicht mehr ganz junger Junker den Entschluss, als fahrender Ritter auf Abenteuer auszuziehen, das Unrecht zu bekämpfen und sich in Gefahren zu stürzen, um berühmt zu werden, wie es die Helden der geliebten Bücher taten.
Er nimmt seinen Diener Sancho zum Knappen, macht ein Bauernmädel zur Dame seines Herzens und legt ihr den tönenden Namen Dulcinea von Toboso bei, besteigt seinen alten Klepper Rosinante und reitet in die Welt hinaus.
Er ist von seiner fixen Idee so besessen, dass er in einer ordinären Schenke ein Kastell sieht, in dem der Wirt ein König ist, der ihn zum Ritter schlägt. Tollkühn legt er sich mit aller Welt an. Er kämpft gegen die Windmühlen, die er für Riesen hält, attackiert eine Gruppe von Mönchen, die er für Zauberer wähnt. Er bewacht den Schlaf von Hirten vor bösen Mächten und wilden Ungeheuern. Doch immer wieder muss er erleben, sich getäuscht zu haben. Knappe Sancho Panza, versucht ihn vor Torheit und Verblendung zu warnen und den Ritter der traurigen Gestalt, der so beharrlich für seine Ideale in den Kampf zieht, zur Vernunft zu bringen, vergeblich.
Die beiden Kontrastfiguren des verstiegenen, in eine phantastische Idee vernarrten Idealisten und seines bauernschlauen, grob-realistischen, nur auf seinen Vorteil und sein gutes Essen bedachten Begleiters, heben sich gegenseitig ab, scheinen unzertrennlich und wachsen sich zu Urbildern menschlicher Eigenschaften aus.

THAG – THEATER ATELIER STUTTGART
Einstmals waren wir ein Schultheater, Daraus wurde ein Studententheater. Schließlich, time goes by, blieben es eine Handvoll Ehemaliger, die sich um den Spielleiter scharend jetzt zu einem Generationen Theater Verbund mixen. Und wenn Not am Mann herrscht, spielt der Spielleiter selbst mit. Text wird auf den Leib geschrieben, und wenn’s mit dem Gedächtnis hapert, wird improvisiert. Spiellaune lässt uns immer etwas Neues einfallen und aus dem Mund purzeln, so wie es die Italiener seit Jahrhunderten in ihrer Commedia dell‘Arte praktizieren

Don Quijote: Anja Beckmann
Sancho Panza: Gustav Adolf Frank
Regie und Textfassung: Gustav Adolf Frank

Karten: 12 €, ermäßigt 9 €

 


 
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